AYURVEDA

ALLES IM WANDEL

Ich erinnere mich gut an den Moment, als ich merkte: Irgendetwas stimmt nicht mehr. Mein Schlaf war plötzlich flach und unruhig. Mein Bauch wurde runder, obwohl ich nichts anders machte. Und diese bleierne Erschöpfung, die auch nach dem Wochenende nicht verschwand. Mein Körper fühlte sich an wie ein Haus, in dem jemand heimlich die Möbel umgestellt hatte. Alles stand noch da. Aber nichts war mehr am richtigen Platz.

Vielleicht kennst du das. Vielleicht steckst du gerade mittendrin. Dein Körper verändert sich, und du weißt nicht genau, warum. Die Jeans kneift, der Kopf ist vernebelt, die Nerven liegen blank. Und wenn du googelst, liest du überall: „Das sind die Wechseljahre. Da muss man durch.“

Nein. Muss man nicht. Nicht so jedenfalls.


Die Wechseljahre beginnen nicht erst, wenn die Periode aufhört. Lange vorher, oft schon Jahre im Voraus, fängt dein Körper an, sich umzubauen. Zuerst sinkt das Progesteron, dann folgt das Östrogen. Das klingt nach zwei Hormonen. Aber es zieht einen ganzen Rattenschwanz nach sich.

Denn mit dem Rückgang dieser beiden Hormone geraten auch Oxytocin, Dopamin und Serotonin ins Wanken. Deine „Glücklichmacher“ arbeiten plötzlich nur noch auf Sparflamme. Das erklärt die Stimmungsschwankungen, die Reizbarkeit, das Gefühl von innerer Leere. Und es erklärt auch, warum du dich nach Schokolade, Sofa und Ruhe sehnst. Dein Körper sucht verzweifelt nach Ausgleich.

Gleichzeitig reagieren auch dein Stoffwechsel und dein Nervensystem auf die Umstellung. Hormone wie Thyroxin, Insulin und Cortisol werden empfindlicher. Dein Körper lagert leichter Fett ein, besonders in der Körpermitte. Und das Frustrierende daran: Diäten, die früher funktioniert haben, bringen plötzlich gar nichts mehr. Mehr Sport auch nicht.


Hier kommt die gute Nachricht, und die wird viel zu selten erzählt: Dein Körper ist nicht kaputt. Er baut um. Er hat sogar alles an Bord, um diese Phase gut zu meistern. Deine Nebennieren produzieren weiterhin kleine Mengen Östrogen und Progesteron, um dich durch diese Umbruchphase zu tragen.

Aber, und das ist der entscheidende Punkt: Das funktioniert nur, wenn du ihn lässt. Wenn du nicht gleichzeitig im Dauerstress bist, zu wenig schläfst, zu viel Kaffee trinkst und beim Essen nebenher Nachrichten beantwortest. Stress ist in dieser Lebensphase nicht einfach nur unangenehm. Stress sabotiert aktiv deinen Hormonhaushalt und fördert die Bildung von Fettgewebe. Dein Körper interpretiert Dauerstress als Überlebensmodus und fährt alles hoch, was Reserven anlegt.

Viele Frauen bemerken gar nicht, dass sie in dieser Stressfalle stecken. Sie sind gewohnt, viel zu leisten, alles zu managen, für alle da zu sein. Und dann zeigt der Körper ihnen: So geht es nicht mehr weiter.


Die westliche Medizin beschreibt die Wechseljahre vor allem über den Hormonabfall. Ayurveda schaut tiefer. Und vor allem: Ayurveda schaut auf dich als ganzen Menschen.

Im Ayurveda ist das Leben in Phasen eingeteilt, die von den Doshas (Bioenergien) geprägt sind. Die mittleren Lebensjahre, die Zeit von Karriere, Familie und Leistung, stehen im Zeichen von Pitta. Pitta steht für Feuer, Transformation und Antrieb. In den Wechseljahren beginnt der Übergang in die Lebensphase von Vata. Vata steht für Bewegung und Leichtigkeit, aber auch für Trockenheit, Unruhe und Veränderung.

Dieser Wechsel von Pitta zu Vata erklärt so vieles: die trockene Haut, den unruhigen Schlaf, die Gelenkbeschwerden, die Nervosität. Dein Körper verliert gerade das Feuer, das ihn jahrelang angetrieben hat, und lernt, mit einer neuen Energie zu leben.

Ayurveda sieht darin keinen Verfall. Sondern einen Übergang. Die Lebensphase von Vata ist die Zeit der Weisheit, der inneren Freiheit, des Loslassens. Aber damit dieser Übergang sanft verläuft, braucht dein Körper Unterstützung. Nährende Nahrung statt erhitzender. Ruhe statt Dauervollgas. Wärme statt Kälte.


Wenn du merkst, dass dein Körper sich verändert, stehst du an einem Wendepunkt. Du kannst weitermachen wie bisher und dich wundern, warum nichts mehr hilft. Oder du fängst an, deinen Körper neu zu verstehen. Nicht mit der nächsten Crashdiät. Nicht mit noch mehr Disziplin. Sondern mit einem Blick, der das große Ganze sieht.

Ayurveda gibt dir genau diesen Blick. Es erklärt dir, warum dein Körper gerade so reagiert, wie er reagiert. Und es zeigt dir, wie du ihn in dieser Phase unterstützen kannst. Individuell, nach deiner ganz persönlichen Konstitution.

Denn nicht jede Frau erlebt die Wechseljahre gleich. Manche kämpfen vor allem mit Hitzewallungen und Gereiztheit. Andere mit Erschöpfung und Gewichtszunahme. Und wieder andere mit Trockenheit, Gelenkschmerzen und innerer Unruhe. Im Ayurveda hängt das mit deinem persönlichen Doshatyp zusammen, und genau da setzt eine individuelle Begleitung an.


Du willst wissen, wo du gerade stehst? Dann starte mit meinem kostenlosen Dosha Check oder meinem Homon Check. Beide dauern nur wenige Minuten und geben dir eine erste Orientierung, was dein Körper gerade braucht.

Im nächsten Blogartikel schauen wir uns die Wechseljahre genauer an, medizinisch und ayurvedisch. Ehrlich, verständlich und ohne Panikmache. Wenn du keinen Artikel verpassen möchtest, melde dich für meinen Newsletter an und bekomme neue Beiträge, Rezepte und Ayurveda Impulse direkt in dein Postfach.

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Hinweis
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die beschriebenen Wirkungen beziehen sich auf die traditionelle ayurvedische Lehre und/oder den aktuellen Stand der Ernährungsforschung. Wenn du unter starken oder anhaltenden Beschwerden leidest, wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt. Die Inhalte stellen kein Heilversprechen dar.

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