Buttrig, nussig, zart auf der Zunge zergehend und dabei so aromatisch, dass einer nie reicht: Diese goldenen Kugeln aus Indiens Süßigkeitenhimmel sind pure Verführung, die man einmal probiert und nie wieder vergisst.

Nährende Hülsenfrucht in süßer Form
Kichererbsenmehl ist weit mehr als eine glutenfreie Alternative zu Weizenmehl. Es liefert pflanzliches Eiweiß, komplexe Kohlenhydrate und wertvolle Ballaststoffe, die sättigen und die Verdauung unterstützen. Dazu kommen Folsäure, Eisen und Magnesium, die für Blutbildung, Muskelfunktion und Nervensystem eine Rolle spielen. Die gemahlenen Mandeln bringen gesunde Fette und Vitamin E mit, Ghee liefert fettlösliche Vitamine. Jaggery, der unraffinierte indische Rohrzucker, enthält im Gegensatz zu weißem Zucker noch Spuren von Eisen, Kalium und Kalzium. Auch wenn er weiterhin Zucker bleibt, ist er die traditionell in Indien verwendete Süße für dieses klassische Rezept.
Süße, die nährt
Aus ayurvedischer Sicht gehört Besan Laddu zu den Klassikern der sattvischen Süßspeisen: rein, nährend und harmonisch. Der süße Geschmack gilt als ojasbildend und wird traditionell zur Stärkung der Lebenskraft eingesetzt. Ghee wirkt in dieser Kombination als Träger (Anupana), der die feinstofflichen Qualitäten der Gewürze tief in die Gewebe transportiert. Kardamom unterstützt dabei sanft das Agni (Verdauungsfeuer) und wirkt leicht kühlend auf Pitta. Safran bringt eine kostbare, erwärmende und leicht bittere Note ein, die im Ayurveda besonders als Rasayana (verjüngend) geschätzt wird. Laddus werden traditionell in kleinen Mengen als Kraftspender genossen, nicht als alltägliches Dessert.
Dosha-Empfehlung
Besonders wohltuend für Vata dank der nährenden, warmen und erdenden Qualität. Pitta Typen können in kleinen Mengen genießen, sollten aber auf den Anteil an Ghee achten. Für Kapha weniger geeignet, da Süße und schwere Qualität Kapha erhöhen. Kapha Typen können die Menge reduzieren und mit etwas Trockeningwer oder Chili zusätzlich würzen.
Saisonaler Hinweis
Laddus passen hervorragend in die kühlere Jahreszeit, besonders im Herbst und Winter, wenn Vata von Natur aus erhöht ist und der Körper nach nährender, warmer Kost verlangt. Auch als traditioneller Bestandteil vieler indischer Feste sind sie das ganze Jahr über ein Symbol für Fülle und Wohlergehen.

Besan Laddu
Zutaten
- 200 g Kichererbsenmehl Besan
- 80 g Ghee
- 60 g Jaggery fein gerieben oder gemahlen
- 40 g gemahlene Mandeln
- 1 TL Kardamom gemahlen
- 6 Safranfäden
- 1 Prise Salz
- Zum Wälzen optional:
- 3 EL Sesam
- 3 EL Kokosflocken fein
- 3 EL Pistazien fein gehackt
Anleitungen
- Die Safranfäden in 1 EL lauwarmem Wasser einweichen und beiseite stellen.
- Das Ghee in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen.
- Das Kichererbsenmehl in das Ghee einrühren und unter ständigem Rühren etwa 10 bis 12 Minuten sanft rösten, bis es goldbraun ist und nussig duftet. Die Hitze dabei nicht zu hoch wählen, damit nichts anbrennt.
- Die Pfanne vom Herd nehmen und die gemahlenen Mandeln, den Kardamom, das Salz und den eingeweichten Safran unterrühren.
- Die Masse etwa 5 Minuten abkühlen lassen, dann den fein geriebenen Jaggery einrühren und alles gut vermengen, bis eine gleichmäßige, formbare Masse entsteht.
- Falls die Masse zu trocken wirkt, einen Teelöffel geschmolzenes Ghee untermischen. Falls sie zu weich ist, noch etwas Kichererbsenmehl einrühren.
- Den Sesam, die Kokosflocken und die gehackten Pistazien jeweils in kleine flache Schälchen geben.
- Mit leicht angefeuchteten Händen kleine Kugeln (ca. 25 g pro Stück) aus der Masse formen und je nach Wunsch in Sesam, Kokosflocken oder gehackten Pistazien wälzen.
- Die Laddus mindestens 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen.
