Pho ist in Vietnam weit mehr als eine Suppe. Sie gilt als das Gericht, das man bekommt, wenn der Körper Zuwendung braucht. Diese vegetarische Version überträgt genau dieses Prinzip in deine Wechseljahre-Küche.

Pflanzliche Nährstoffpower in jeder Schale
Tofu und Miso liefern dir Isoflavone, also pflanzliche Phytoöstrogene, die als sanfte Östrogenrezeptor-Modulatoren wirken und Hitzewallungen abschwächen können. Unpasteurisiertes Miso bringt zusätzlich lebende Milchsäurekulturen für deine Darmgesundheit mit und produziert GABA, einen Neurotransmitter, der beruhigend und schlafunterstützend wirkt. Pak Choi gehört zu den besten pflanzlichen Calciumquellen mit einer Absorptionsrate von rund 50 Prozent. Zusammen mit dem Kurkuma, das entzündungshemmend wirkt, und dem schwarzen Pfeffer, der die Aufnahme von Curcumin deutlich verbessert, entsteht ein echtes Nährstoffpaket. Die Limette am Ende liefert Vitamin C und verbessert so die pflanzliche Eisenaufnahme aus dem Tofu und dem Pak Choi.
Wärme, die von innen nährt
Aus ayurvedischer Sicht ist diese Pho Suppe ein klassisches Vata beruhigendes Gericht: warm, feucht und nährend. Genau die Qualitäten, die in der Vata dominierten Lebensphase der Wechseljahre gebraucht werden. Die Gewürzmischung aus Ingwer, Sternanis und Kardamom regt deinen Stoffwechsel sanft an, ohne Pitta zu provozieren. Die lange gekochte Brühe wirkt als Rasayana (verjüngend und aufbauend) und nährt Rasa Dhatu, das erste Körpergewebe, aus dem alle weiteren Gewebe aufgebaut werden. Pippali als Tridosha Ausgleicher rundet die Wirkung ab.
Wechseljahre-Fokus
Diese Pho unterstützt dich gleich bei mehreren typischen Wechseljahre-Themen: die Phytoöstrogene aus Tofu und Miso können Hitzewallungen mildern, das GABA aus dem Miso unterstützt deinen Schlaf und beruhigt innere Unruhe, und die entzündungshemmenden Gewürze können der stillen Entzündung entgegen wirken, die viele Frauen im Klimakterium begleitet.
Dosha-Empfehlung
Besonders geeignet für Vata Typen und in der Vata dominierten Lebensphase der Wechseljahre. Pitta Typen können den Ingwer etwas reduzieren und die Brühe milder würzen. Kapha Typen profitieren von einer extra Prise Pippali und dürfen den Tofu etwas knuspriger anbraten.
Saisonaler Hinweis
Ein ideales Herbstgericht, wenn die Tage kürzer werden und dein Körper nach Wärme und Erdung verlangt. Im Ayurveda beginnt die Vata Zeit im Herbst. Genau dann braucht dein Körper warme, feuchte und nährende Speisen wie diese Pho.

Pho Suppe vegetarisch
Zutaten
Für die Brühe
- 3 Schalotten halbiert
- 1 Stück frischer Ingwer circa 6 cm, in Scheiben geschnitten und leicht angedrückt
- 1 kleine Karotte grob geschnitten
- 2,5 Liter Gemüsebrühe oder 5 EL Gemüsepaste auf 2,5 L Wasser
- 3 Sternanis ganz
- 1 Zimtstange ganz
- 5 Nelken ganz
- 4 Kardamomkapseln leicht angedrückt
- 2 TL Koriandersamen ganz
- 1 EL Ghee
- 4 EL Tamari
Einlagen
- 400 g fester Tofu
- 1 EL Tamari
- 200 g Shiitake Pilze
- 4 kleine Pak Choi
- 2 große Karotten
- 2 Handvoll Mungbohnensprossen
- 300 g Reisnudeln Banh Pho Nudeln
- 1 EL Ghee
Toppings
- 4 Frühlingszwiebeln
- 1 Handvoll Koriander frisch
- 4 TL Tulsi (Heiliges Basilikum) frisch
- 1-2 Limetten
- 2 EL gerösteter Sesam
- 4 TL Miso Paste unpasteurisiert
Zum Abschmecken
- 1 TL Kurkuma gemahlen
- 1/2 TL schwarzer Pfeffer grob gemörsert
- 1 Prise Pippali gemahlen
Anleitungen
Vorbereitungen:
- Die Schalotten halbieren. Den Ingwer in Scheiben schneiden und mit der flachen Messerseite leicht andrücken. Die kleine Karotte schälen und grob in Stücke schneiden.
- Die Shiitake Pilze in Scheiben schneiden. Den Pak Choi längs vierteln. Die zwei großen Karotten in feine Julienne schneiden.
- Die Frühlingszwiebeln vorbereiten: das Grüne in feine Ringe schneiden und beiseitelegen, das Weiße separat klein schneiden. Den Koriander grob zupfen. Die Limetten in Spalten schneiden.
- Die Mungbohnensprossen in ein Sieb geben und kurz abspülen.
- Den Tofu aus der Packung nehmen, mit Küchenpapier trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden, beiseitelegen.
Zubereitung Brühe:
- 1 EL Ghee in einem großen Topf erhitzen. Den Sternanis, die Zimtstange, die Nelken, den Kardamom und die Koriandersamen dazugeben und anrösten, bis es duftet.
- Die Schalotten mit der Schnittfläche nach unten dazugeben und 1 bis 2 Minuten mitrösten. Das Weiße der Frühlingszwiebeln und die Ingwerscheiben dazugeben.
- Mit der Gemüsebrühe aufgießen. Die grob geschnittene Karotte dazugeben. Aufkochen und 25 bis 45 Minuten auf niedriger Hitze ziehen lassen. Je länger, desto aromatischer.
Zubereitung Einlagen:
- Währenddessen 1 EL Ghee in einer Pfanne erhitzen. Den Tofu von allen Seiten goldbraun anbraten, circa 3 bis 4 Minuten pro Seite. Mit Tamari ablöschen und beiseitestellen.
- Die Reisnudeln nach Packungsanleitung zubereiten. Abgießen und kalt abspülen, damit sie nicht verkleben.
- Die Brühe durch ein feines Sieb abseihen. Alle Gewürze, die Schalotten und die Karottenstücke entfernen. Die klare Brühe zurück in den Topf geben.
- Die Brühe nochmals erhitzen. Den Pak Choi, die Shiitake und Karottenjulienne in der heißen Brühe 2 bis 3 Minuten blanchieren, der Pak Choi soll noch Biss haben. Mit einer Schaumkelle herausnehmen.
Abschmecken und Anrichten:
- Die Hitze reduzieren. Kurkuma, den schwarzen Pfeffer und den Pippali einrühren. Mit Tamari abschmecken.
- Pro Schale 1 TL Miso Paste in einer kleinen Schale mit 2 EL etwas abgekühlter Brühe glatt rühren und in tiefe Schalen geben.
- Die Reisnudeln in tiefe Schalen geben. Die Mungbohnensprossen obenauf setzen. Den Tofu, den Pak Choi, die Shiitake und die Karottenjulienne darauf anordnen. Die heiße Brühe darübergießen.
- Mit dem Frühlingszwiebelgrün, dem Koriander, dem Tulsi, dem gerösteten Sesam und einer Limettenspalte toppen.
