Mehl, Eier, Kurkuma, deine Hände. Mehr brauchst du nicht, um etwas Wunderbares zu erschaffen. Goldene Dinkel-Tagliatelle, die nicht nur nähren, sondern deren Zubereitung selbst zur Meditation wird.

Warum Dinkel und Kurkuma ein starkes Team sind
Dinkel liefert dir mehr Mineralstoffe als herkömmlicher Weizen. Besonders Magnesium, Zink und B-Vitamine sind in Dinkel reichlich vorhanden, allesamt Nährstoffe, die dein Nervensystem stabilisieren und deine Stimmung unterstützen. Kurkuma bringt Curcumin mit, einen der am besten erforschten pflanzlichen Entzündungshemmer. Studien zeigen, dass Curcumin die Produktion von Serotonin und Dopamin unterstützen kann. Eine Prise schwarzer Pfeffer im Teig ist dabei kein Zufall: Piperin erhöht die Bioverfügbarkeit von Curcumin um ein Vielfaches. Das Ghee zum Schwenken liefert zusätzlich fettlösliche Vitamine und hilft deinem Körper, das Curcumin noch besser aufzunehmen.
Erdend, wenn die innere Unruhe kommt
Im Ayurveda gelten Dinkel und Weizen als nährend und erdend. Sie bringen Schwere und Stabilität in den Körper, genau das Gegenteil von dem, was viele Frauen in den Wechseljahren erleben: innere Unruhe, Rastlosigkeit, ein Nervensystem auf Hochtouren. Kurkuma wirkt dabei wärmend und entzündungshemmend, ohne zu erhitzen. Und dann ist da noch etwas Besonderes an diesem Rezept: das Nudelnmachen selbst. Das Kneten, Ausrollen, Schneiden. Deine Hände im Teig, der gleichmäßige Rhythmus der Bewegungen. Es ist meditativ. Es beruhigt dein Nervensystem auf eine ganz natürliche Weise, noch bevor du den ersten Bissen gegessen hast.
Wechseljahre-Fokus
Wenn dich innere Unruhe und Stimmungsschwankungen begleiten, sind diese Nudeln doppelt wirksam: die Zutaten stabilisieren von innen, die Zubereitung beruhigt von außen.
Saisonaler Hinweis
Ein ganzjähriges Rezept. Im Herbst und Winter passt es besonders gut, weil der wärmende Charakter von Kurkuma und Dinkel dich in der dunklen Jahreszeit erdet und nährt.

Goldene Tagliatelle
Kochutensilien
- Variante A: Küchenmaschine
- 1 Küchenmaschine mit Knethaken
- 1 Nudelaufsatz (Walze + Bandnudelschneider)
- 1 Frischhaltefolie
- 1 Geschirrtuch (bemehlt)
- Optional: 1 Pastaständer
- 1 großer Topf
- Variante B: Handemade
- 1 Gabel
- 1 Nudelholz
- 1 scharfes Messer
- 1 Frischhaltefolie
- 1 Geschirrtuch (bemehlt)
- Optional: 1 Pastaständer
- 1 großer Topf
Zutaten
- 200 g Dinkelmehl Type 630
- 200 g Dinkelvollkornmehl
- 4 große Eier
- 2 TL Kurkuma gemahlen
- 1 Prise Salz
- 1 Prise schwarzer Pfeffer gemahlen
- 1 EL Olivenöl
- 1 EL Ghee zum Schwenken
Anleitungen
Variante A: Küchenmaschine mit Nudelmaschine
- Das Dinkelmehl, das Dinkelvollkornmehl, das Kurkumapulver, das Salz und den Pfeffer in die Schüssel der Küchenmaschine geben und kurz auf niedriger Stufe vermischen.
- Die Eier und das Olivenöl hinzufügen und mit dem Knethaken etwa 5 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Der Teig sollte glatt und elastisch sein, nicht klebrig. Falls er klebt, löffelweise etwas helles Dinkelmehl zugeben.
- Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Den Teig in 4 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück mit den Händen flach drücken. Den Nudelaufsatz der KitchenAid auf die breiteste Stufe stellen und das Teigstück durchlaufen lassen. Den Teig zusammenfalten und nochmals durchlaufen lassen. Diesen Schritt 2 bis 3 Mal wiederholen.
- Die Stufe schrittweise schmaler stellen, bis die gewünschte Dicke erreicht ist (Stufe 5 oder 6 für Bandnudeln / Tagliatelle).
- Die Teigbahnen mit dem Bandnudelaufsatz schneiden. Die fertigen Nudeln auf einem bemehlten Geschirrtuch ausbreiten, in lockere Bündel (Nester) legen oder auf einem Pastaständer aufhängen, damit sie nicht zusammenkleben.
- Die Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser 2 bis 3 Minuten kochen, bis sie oben schwimmen.
- Abgießen, mit etwas Ghee schwenken und sofort servieren.
- Wenn du die Nudeln nicht sofort kochen möchtest, kannst du sie vollständig durchtrocknen lassen. Das dauert je nach Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit 12 bis 24 Stunden. Vollständig durchgetrocknete Nudeln in einem luftdichten Behälter oder Schraubglas an einem kühlen, trockenen Ort lagern. So halten sie sich mehrere Wochen.
Variante B: Von Hand (ohne Maschine)
- Das Dinkelmehl, das Dinkelvollkornmehl, das Kurkumapulver, das Salz und den Pfeffer auf einer sauberen Arbeitsfläche zu einem Mehlberg aufhäufen. In die Mitte eine Mulde drücken.
- Die Eier und das Olivenöl in die Mulde geben. Mit einer Gabel die Eier verquirlen und dabei nach und nach das Mehl vom Rand einarbeiten.
- Sobald der Teig zu fest für die Gabel wird, mit den Händen weiterkneten. Mindestens 10 Minuten kräftig kneten, bis der Teig glatt und elastisch ist. Er sollte sich anfühlen wie ein weiches Ohrläppchen. Falls er klebt, die Hände und die Arbeitsfläche leicht bemehlen.
- Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Den Teig in 4 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz dünn ausrollen (ca. 2 mm dick). Den Teig dabei immer wieder drehen und wenden, damit er gleichmäßig wird.
- Die ausgerollten Teigbahnen leicht antrocknen lassen (ca. 5 Minuten), dann locker aufrollen und mit einem scharfen Messer in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Die Nudeln auseinanderziehen und auf einem bemehlten Geschirrtuch ausbreiten, in lockere Bündel (Nester) legen oder auf einem Pastaständer aufhängen, damit sie nicht zusammenkleben.
- Die Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser 2 bis 3 Minuten kochen, bis sie oben schwimmen.
- Abgießen, mit etwas Ghee schwenken und sofort servieren.
