Flüssiges Gold für deine Küche. Selbstgemachtes Ghee ist die Basis jeder ayurvedischen Küche und verwandelt jedes Gericht in etwas Besonderes.

Warum Ghee ein echtes Superfood ist
Ghee ist weit mehr als geklärte Butter. Durch das Entfernen von Milchzucker und Milcheiweiß entsteht ein reines Butterfett, das auch für Menschen mit Laktoseintoleranz gut verträglich ist. Ghee ist reich an Buttersäure, einer kurzkettigen Fettsäure, die entzündungshemmend wirkt und die Darmgesundheit fördert. Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K bleiben beim Klärungsprozess erhalten und unterstützen Sehkraft, Immunsystem und Knochengesundheit. Mit einem Rauchpunkt von etwa 250°C eignet sich Ghee hervorragend zum Braten und Kochen, ohne dass schädliche Verbindungen entstehen.
Ghee im Ayurveda – Träger der Lebensenergie
Im Ayurveda gilt Ghee als eines der wertvollsten Nahrungsmittel überhaupt. Es stärkt Ojas (die Lebensenergie) und nährt alle sieben Körpergewebe. Als sattvisches Nahrungsmittel fördert es Klarheit des Geistes und innere Ruhe. Ghee ist der perfekte Träger für Gewürze – es nimmt ihre heilenden Eigenschaften auf und transportiert sie tief in die Körpergewebe. Besonders wertvoll: Ghee stärkt Agni (das Verdauungsfeuer), ohne Pitta zu erhöhen. Es wird seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin eingesetzt und gilt als Rasayana – ein verjüngendes, aufbauendes Mittel.
Verwendungsideen
- Zum Anbraten von Gemüse, Gewürzen und Currys
- Als Basis für den Gewürzsud in jedem ayurvedischen Gericht
- Zum Verfeinern von Dals, Kitchari und Reisgerichten
- Als Butterersatz beim Backen für ein intensiveres Aroma
- Pur als Aufstrich auf warmem Brot oder Chapati
- Äußerlich zur Lippenpflege oder als Massageöl
Dosha-Empfehlung
Ghee ist das einzige Fett, das für alle drei Doshas geeignet ist. Vata-Typen profitieren von seiner nährenden, wärmenden Qualität. Pitta-Typen schätzen seine kühlende Wirkung im Vergleich zu anderen Fetten. Kapha-Typen sollten Ghee in Maßen verwenden – kleine Mengen sind jedoch auch für sie förderlich.
Haltbarkeit & Aufbewahrung
Ghee ist ungekühlt etwa 9 Monate haltbar, wenn das Eiweiß vollständig entfernt wurde und alle Utensilien sterilisiert waren. Im Kühlschrank hält es noch länger. Wichtig: Immer mit einem sauberen, trockenen Löffel entnehmen, damit keine Feuchtigkeit ins Glas gelangt.

Ghee
Kochutensilien
- Feines Sieb
- 1 Käsetuch oder einen sauberen Teebeutel
- 1 Topf abgekocht
- 1 desinfiziertes Glasgefäß mit Deckel abgekocht
- 1 desinfizierte Schaumkelle oder großer Löffel abgekocht
Zutaten
- 500 g Süßrahm- oder Sauerrahmbutter
Anleitungen
Vorbereitung:
- Gläser, Deckel und Utensilien (nicht das Käsetuch oder Teebeutel) mit heißem Spülwasser gründlich waschen, abspülen und sichtbaren Schmutz/Etikettleim entfernen.
- In einem großen Topf den Boden mit einem sauberen Tuch auslegen (gegen Klappern/Bruch).
- Gläser, Deckel, Gummiringe, Löffel/Schaumkelle hineinlegen. Mit Wasser vollständig bedecken. Ein Schuss Essig verhindert Kalkflecken.
- Wasser sprudelnd zum Kochen bringen und alles für etwa 10 Minuten kochen lassen.
- Mit einer Zange alles herausnehmen. Achte darauf, das Innere der Gläser nicht zu berühren. Stelle die Gläser umgedreht auf ein sauberes Tuch und lasse alles lufttrocknen (nicht auswischen).
- Die Butter in einem sauberen Topf bei geringer Hitze schmelzen lassen.
- Bei kleinster Stufe die Butter köcheln lassen bis Schaum entsteht.
- Den Schaum kontinuierlich mit einer Schaumkelle abschöpfen, bis die Flüssigkeit klar ist.
- Das Ghee ist fertig, wenn es eine klare Farbe hat.
- Das Sieb mit einem Käsetuch oder einem sauberen Teebeutel auslegen.
- Die Flüssigkeit in das desinfizierte Glas filtern.
