Wer einmal selbstgemachte Gemüsepaste im Kühlschrank stehen hat, greift ungern zum Fertigprodukt – ein Löffel genügt, und die Küche duftet nach frischem Gemüse und würzigem Ingwer.

Natürlich würzig – was in der Paste steckt
Fertige Gemüsebrühe aus dem Supermarkt enthält oft Hefeextrakt, Zucker und Aromen, die mit echtem Gemüse wenig zu tun haben. Diese Paste besteht aus nur sechs Zutaten, die du selbst in der Hand hast. Sellerie liefert Kalium und ätherische Öle, Karotten bringen Beta-Carotin mit, und frischer Ingwer enthält Gingerol. Einen sekundären Pflanzenstoff, der in der aktuellen Ernährungsforschung im Zusammenhang mit entzündungsmodulierenden Eigenschaften diskutiert wird. Petersilie rundet das Nährstoffprofil mit Vitamin C, Eisen und Folsäure ab. Das Steinsalz konserviert die Paste ganz ohne Erhitzen und bewahrt so einen Großteil der hitzeempfindlichen Vitamine.
Ein Glas voller Lebenskraft
Aus ayurvedischer Sicht ist eine gute Brühe weit mehr als eine Geschmacksbasis. Sie gilt als leicht verdaulich, nährend und aufbauend. Eigenschaften, die im Ayurveda dem Aufbau von Ojas (Lebensenergie) zugeschrieben werden. Der frische Ingwer in dieser Paste bringt eine sanft wärmende Qualität mit, die das Verdauungsfeuer Agni unterstützen kann, ohne zu erhitzen. Sellerie und Lauch wirken aus traditioneller Sicht leicht entblähend und verdauungsfördernd. Dass die Paste roh bleibt und erst beim Aufgießen mit heißem Wasser ihre Aromen entfaltet, macht sie besonders schonend. Die Gewürzkraft des Ingwers bleibt erhalten, und die Brühe wird frisch und lebendig.
Verwendungsideen
Diese Gemüsebrühpaste ist ein echtes Multitalent in der Küche. Sie eignet sich als aromatische Basis für Suppen, Eintöpfe und Dals, löst sich wunderbar in Kochwasser für Reis, Quinoa oder Hirse auf und gibt Saucen und Currys eine runde Tiefe. Auch als schnelle Tassen-Brühe zwischendurch, einfach einen Teelöffel in heißem Wasser auflösen, ist sie perfekt. Wer Gemüse im Ofen oder Airfryer röstet, kann eine kleine Menge Paste mit etwas Ghee vermischen und als würzige Marinade verwenden.
Dosha-Empfehlung
Da die Paste nur in kleinen Mengen als Würzbasis verwendet wird, ist sie grundsätzlich für alle drei Doshas geeignet. Vata-Typen profitieren besonders von der wärmenden Ingwernote und der nährenden Qualität einer aufgegossenen Brühe. Pitta- und Kapha-Typen sollten auf die Dosierung achten, da der hohe Salzanteil beide Doshas erhöhen kann, hier reicht oft schon ein gestrichener Teelöffel pro Tasse.
Haltbarkeit & Aufbewahrung
Durch den hohen Salzgehalt von 20 Prozent ist die Paste ein natürlich konserviertes Lebensmittel. Die fertige Menge ergibt etwa 650 bis 750 ml und passt ideal in ein 750 ml Schraubglas mit etwas Kopfraum oder alternativ in ein 500 ml und ein 250 ml Glas. Im Kühlschrank hält sie sich in sauberen, luftdicht verschlossenen Schraubgläsern problemlos mehrere Monate. Wichtig ist, die Paste, immer mit einem sauberen Löffel zu entnehmen und die Oberfläche nach jeder Entnahme wieder glattzustreichen, damit keine Luft eingeschlossen wird. Eine dünne Salzschicht oder etwas neutrales Öl auf der Oberfläche verlängern die Haltbarkeit zusätzlich.

Gemüsepaste
Kochutensilien
- 1 Schraubglas mit Deckel (750 ml) oder 1x 500 ml und 1x 250 ml
- Küchenmaschine oder Pürierstab
- Große Schüssel
- Küchenwaage
Zutaten
- 3 Stangen Stangensellerie
- 3 Karotten
- 1 Stange Lauch nur der weiße Teil
- 10 g frischer Ingwer geschält
- ½ Bund Petersilie
- Steinsalz 100 g pro 500 g Gemüse
Anleitungen
- Den Stangensellerie, die Karotten und den Lauch gründlich waschen. Die Karotten schälen. Das Gemüse in kleine Stücke schneiden, den Ingwer fein hacken.
- Die Petersilie waschen, gut trockenschütteln und grob hacken.
- Das gesamte Gemüse inklusive Petersilie und Ingwer wiegen und die Salzmenge berechnen – pro 500 g Gemüse werden 100 g Steinsalz benötigt.
- Das Gemüse mit dem Salz in einer großen Schüssel gründlich vermengen und 15 bis 30 Minuten ziehen lassen, bis der Zellsaft ausgetreten ist.
- Die Gemüse-Salz-Mischung in einer Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab zu einer sehr feinen Paste verarbeiten, je feiner die Paste, desto gleichmäßiger löst sie sich später in Wasser auf.
- In der Zwischenzeit die Schraubgläser und Deckel mit kochendem Wasser übergießen oder 10 Minuten auskochen und anschließend abtropfen lassen.
- Die fertige Paste randvoll in die vorbereiteten Gläser einfüllen, dabei gut andrücken und Luftblasen vermeiden. Die Oberfläche glattstreichen. Optional eine dünne Prise Salz oder 1 bis 2 EL neutrales Öl als Schutzschicht obenauf geben.
- Den Glasrand sauber wischen, die Gläser fest verschließen, mit Datum beschriften und im Kühlschrank aufbewahren.
Notizen
Für eine klare Brühe oder als Kochflüssigkeit 1 EL (ca. 15 g) auf 500 ml Wasser oder 2 EL (ca. 30 g) auf 1 Liter Wasser verwenden. Für eine einzelne Tasse Brühe 1 gestrichenen TL (ca. 5 g) auf 250 ml heißes Wasser geben. Für eine kräftigere Brühe 1 bis 1½ TL verwenden.
